Setzen sich für mehr Grün in Ober­au­dorf ein: An­drea Wö­ger­bauer, Orts­ver­bands­spre­che­rin der Bünd­nis­grü­nen, und Rein­hard Jahn, stell­ver­tre­ten­der Orts­ver­bands­spre­cher. Foto: Olaf Konstantin Krueger

Setzen sich für mehr Grün in Ober­au­dorf ein: An­drea Wö­ger­bauer, Orts­ver­bands­spre­che­rin der Bünd­nis­grü­nen, und Rein­hard Jahn, stell­ver­tre­ten­der Orts­ver­bands­spre­cher. Foto: Olaf Konstantin Krueger

„Kommunalpolitische Leitlinien für Oberaudorf“

Oberaudorf – Die Bünd­nis­grünen wollen Ober­au­dorfs Orts­mitte ver­kehrs­be­ruhi­gen und den sanf­ten Tou­ris­mus stär­ken. Ihr vor zwei Mo­na­ten ge­grün­de­ter Orts­ver­band ar­bei­tet der­zeit an kom­mu­nal­po­li­ti­schen Leit­li­nien. Fest steht, sie for­dert „eine po­si­ti­ve, zu­kunfts­orien­tier­te Dorf­ent­wick­lung“ und „mehr Be­tei­li­gungs­möglich­keiten der Bür­ger in der Ge­mein­de­po­li­tik“.

Sorge be­rei­tet den Grü­nen vor allem die Be­la­stung durch Fein­staub und Stick­stoff­dioxid. Seit 2008 wer­den an der Mess­sta­tion Ober­au­dorf-Inn­tal­auto­bahn re­gel­mäßig Grenz­wert­über­schrei­tun­gen fest­ge­stellt. „Wenn das so weiter geht, droht Ober­au­dorf den Sta­tus als Luft­kur­ort zu ver­lie­ren“, mahnt Spre­cher Rein­hard Jahn. Auf der Bür­ger­ver­samm­lung Mitte Mai wur­den be­reits Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zun­gen und Lärm­schutz­wände für die Auto­bahn ge­for­dert. „Außer­dem sind die Ge­fah­ren für Fuß­gän­ger und Auto­fah­rer im Orts­kern seit lan­gem be­kannt, auch das Pro­blem des schnel­len Par­kens“, sagt Spre­che­rin Andrea Wö­ger­bauer. „Dem wird das in der Neu­pla­nung des Rat­haus­plat­zes vor­ge­se­he­ne punk­tu­el­le Park­verbot längst nicht ge­recht.“ Für die Orts­mit­te set­zen die Grü­nen des­halb auf eine wei­ter­ge­hen­de Ver­kehrs­be­ruhi­gung. Da­zu ge­hört, dass der Markt­platz ge­ne­rell kein Park­platz mehr sein solle.

Um die At­trak­ti­vi­tät der Orts­mit­te für Ein­hei­mi­sche und Tou­ri­sten zu er­hö­hen, plä­die­ren die Grü­nen zu­dem für einen Bauern­la­den mit Re­gional­pro­duk­ten. Der ge­plan­ten 400.000 Euro teuren Seil­rut­sche am Hoch­eck stel­len sie ihre Vor­stel­lung eines „fa­milien­ge­rech­ten, ge­schichts­träch­ti­gen Rad­we­ge­netzes mit eBike-La­de­sta­tio­nen“ ent­ge­gen: Unter dem Motto „Von Burg zu Burg“ soll ein Rund­weg von Kirn­stein über Fal­ken­stein, Winz­hau­sen, Tier­berg, Auer­burg und zu­rück zum Aus­gangs­punkt für die Rad­ler aus­ge­wie­sen wer­den. „Das ist ko­sten­gün­stig und nach­hal­tig“, meint Jahn.

Die Absichts­er­klä­rung der CSU, sich in der Gemein­de auch für mehr Be­tei­li­gung der Bür­ger zu en­ga­gie­ren, be­grüßen die Grünen zwar, kri­ti­sie­ren sie aber als un­zu­rei­chend. Jahn: „Wir set­zen uns darüber hinaus da­für ein, dass die Bür­ger bes­ser, früher und neutral infor­miert wer­den.“ Das näch­ste öf­fent­li­che Tref­fen des Orts­ver­ban­des ist am 22. Juli im See­ba­cher­haus, Kuf­stei­ner­straße, in Ober­au­dorf.

Dr. Olaf Konstantin Krueger

Digitaljournalist - Digitalpolitiker

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